GRAS-Lösungsmittel vs. Nicht-GRAS-Lösungsmittel: Sicherheit und Auswahl für die Extraktion
Einführung
In der Welt des CBD-Hash ist die Frage der Lösungsmittel zentral. Sie beeinflussen nicht nur direkt die Qualität und Reinheit des Endprodukts, sondern spielen auch eine Schlüsselrolle für die Sicherheit des Verbrauchers. Lösungsmittel sind die Substanzen, die es ermöglichen, Cannabinoide und andere Verbindungen aus der Hanfpflanze zu extrahieren. Sie können unterschiedlichen Ursprungs sein und unterschiedliche Toxizitätsprofile aufweisen. In diesem Kontext ist die Unterscheidung zwischen „GRAS“-Lösungsmitteln (Generally Recognized As Safe) und Nicht-GRAS-Lösungsmitteln entscheidend. Das Konzept von GRAS stammt von der Food and Drug Administration (FDA) in den USA und bedeutet, dass ein Inhaltsstoff oder Lösungsmittel unter bestimmten Bedingungen und Mengen allgemein als sicher für den menschlichen Verzehr anerkannt ist. Obwohl diese Klassifizierung amerikanisch ist, wird sie häufig in internationalen Diskussionen erwähnt, da sie einen Referenzpunkt im Lebensmittel- und Kosmetikbereich darstellt.
In der Schweiz unterliegt die Produktion von CBD, einschließlich der Herstellung von CBD-Hash, verschiedenen Vorschriften, insbesondere denen zur Lebensmittelsicherheit und zum öffentlichen Gesundheitswesen. Die Produzenten müssen sicherstellen, dass ihr Extraktionsprozess den gesetzlichen Bestimmungen entspricht, insbesondere der Verordnung über Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände (RS 817.0) und der Verordnung über Fremd- und Inhaltsstoffe (OSEC, RS 817.021.23). Die Frage der Restlösungsmittel, also des Anteils an Lösungsmittel, der möglicherweise im Endprodukt verbleibt, wird ebenfalls durch nationale und internationale Richtlinien abgedeckt, da ein übermäßiges Vorhandensein ein Risiko für den Verbraucher darstellen kann.
In diesem Artikel werden wir im Detail untersuchen, was GRAS-Lösungsmittel sind, ihre Vorteile und Grenzen sowie die als Nicht-GRAS eingestuften Lösungsmittel, die eher Probleme mit Rückständen oder Toxizität verursachen können. Wir werden auch die Schweizer Gesetzgebung und bewährte Praktiken behandeln, die es ermöglichen, qualitativ hochwertiges CBD-Hash herzustellen und gleichzeitig die Sicherheit des Verbrauchers zu gewährleisten.
Was ist ein GRAS-Lösungsmittel?
Der Begriff „GRAS“ ist ein Akronym für „Generally Recognized As Safe“. Er stammt ursprünglich aus der amerikanischen Lebensmittelgesetzgebung, insbesondere aus dem Code of Federal Regulations (21 CFR Part 182). Gemäß dieser Regelung gilt ein Inhaltsstoff oder Lösungsmittel als sicher, wenn er zwei Hauptbedingungen erfüllt:
- Er wurde in wissenschaftlichen Studien (von Fachleuten begutachtet) untersucht, die seine Unbedenklichkeit für den menschlichen Verzehr im Rahmen einer spezifischen Verwendung nachweisen.
- Er wird von der qualifizierten wissenschaftlichen Gemeinschaft auf der Grundlage dieser Daten allgemein als sicher anerkannt.
In der Schweiz folgt man nicht automatisch dem GRAS-Konzept der FDA, sondern berücksichtigt verschiedene internationale Standards (insbesondere europäische) und interne Vorschriften zu Lebensmitteln und potenziell schädlichen Substanzen. Dennoch dient die Liste der von der FDA als sicher anerkannten Lösungsmittel oft als technische Referenz in der weltweiten Lebensmittel- und Kosmetikindustrie. Ein als GRAS eingestuftes Lösungsmittel hat daher gute Chancen, in vielen Ländern, einschließlich der Schweiz, akzeptiert oder toleriert zu werden, sofern die von der schweizerischen Gesetzgebung festgelegten Rückstandsgrenzen eingehalten werden.
Allgemeine Merkmale von GRAS-Lösungsmitteln
- Geringe akute und chronische Toxizität.
- Hohe Flüchtigkeit oder die Fähigkeit, vollständig entfernt zu werden (Destillation, Verdampfung usw.) in der Nach-Extraktionsphase, wodurch das Risiko gefährlicher Rückstände reduziert wird.
- Zuverlässige wissenschaftliche Dokumentation über mögliche Auswirkungen bei Einnahme oder menschlichem Kontakt.
- Gute Kompatibilität mit der Erhaltung der Zielwirkstoffe wie Cannabinoide und Terpene.
Beispiele für GRAS-Lösungsmittel
Ethanol (Ethylalkohol)
Ethanol ist wahrscheinlich das am häufigsten verwendete GRAS-Lösungsmittel in der Cannabis- und Pflanzenextraktionsindustrie. Von der FDA als sicheres Lösungsmittel unter bestimmten Nutzungsbedingungen anerkannt, bietet es mehrere Vorteile:
- Es lässt sich relativ leicht durch Verdampfung, insbesondere bei niedrigen Temperaturen, entfernen, was die Zersetzung von Cannabinoiden begrenzt.
- Es ist weniger entzündlich als einige Lösungsmittel wie Ether oder Butan (wenn auch nicht ohne Entzündungsrisiko).
- Es wird in der Lebensmittelindustrie weit verbreitet eingesetzt (z. B. für Tinkturen oder Aromen), was eine große praktische Erfahrung und eine solide gesetzliche Regelung garantiert.
In der Schweiz wird Ethanol in pharmazeutischer oder Lebensmittelqualität häufig für die Herstellung von Hanfderivaten, einschließlich CBD-Hash, bevorzugt. Die Schweizer Behörden, vertreten durch die zuständigen Ämter (Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen – BLV, Bundesamt für Gesundheit – BAG), setzen jedoch Grenzen für den akzeptablen Restgehalt im Endprodukt fest.
Überkritisches Kohlendioxid (überkritisches CO2)
Überkritisches CO2 ist kein Lösungsmittel im klassischen Sinne (organische Flüssigkeit), wird jedoch häufig in die Kategorie der „sicheren“ oder „sauberen“ Lösungsmittel aufgenommen, da es praktisch keine Rückstände hinterlässt. Der überkritische Zustand von Kohlendioxid wird erreicht, indem CO2 einem hohen Druck und einer hohen Temperatur ausgesetzt wird, was ihm Eigenschaften ähnlich denen einer Flüssigkeit verleiht. Diese Technik wird zur Extraktion verschiedener empfindlicher Verbindungen verwendet. Ihre Hauptvorteile sind:
- Keine toxischen Rückstände, da das CO2 einfach wieder in den gasförmigen Zustand übergeht, sobald der Druck abgelassen wird.
- Erhaltung der Terpene und Cannabinoide, da die Extraktion bei relativ niedrigen Temperaturen erfolgen kann.
- Gute Selektivität je nach Druck- und Temperatureinstellungen.
Allerdings erfordert die Einrichtung von Anlagen für die Extraktion mit überkritischem CO2 eine erhebliche Investition und geschultes Personal, was für einige kleine Produzenten ein wirtschaftliches Hindernis darstellen kann.
Wasser (Eiswasserextraktion)
Auch wenn Wasser nicht formell auf der GRAS-Liste steht, da es nicht darauf stehen muss (es ist von Natur aus sicher), wird es offensichtlich als frei von jeglichem toxischen Risiko für den Menschen angesehen. Bei der Extraktion von CBD-Hash werden Eiswassersiebmethoden, manchmal als „Bubble Hash“ bezeichnet, verwendet, um die Trichomköpfe mechanisch zu trennen. Wasser hinterlässt keine toxischen Rückstände, aber diese Extraktionsmethode erzeugt eine sehr spezifische Art von Hash, die oft weniger konzentriert ist als die durch organische Lösungsmittel oder CO2 extrahierten.
Nicht-GRAS-Lösungsmittel
Die sogenannten „Nicht-GRAS“-Lösungsmittel können in industriellen (und sogar manchmal handwerklichen) Prozessen nützlich sein, weisen jedoch im Allgemeinen ein höheres Maß an Toxizität oder Entflammbarkeit auf. Sie genießen keinen so breiten wissenschaftlichen Konsens über ihre Unbedenklichkeit, und ihre Verwendung im Lebensmittel- oder Gesundheitsbereich ist stärker reglementiert oder für bestimmte Anwendungen sogar verboten.
Butan
Butan ist ein sehr häufiges Lösungsmittel bei der Cannabisextraktion, da es Cannabinoide und Terpene effektiv auflöst. Es gilt jedoch als hochentzündlich und potenziell gefährlich, wenn es nicht mit geeigneten Industrieanlagen gehandhabt wird. Darüber hinaus können Butanrückstände im Endprodukt verbleiben, wenn die Extraktion und die Reinigung (Phase der Lösungsmittelentfernung) nicht korrekt durchgeführt werden. Einige Quellen geben an, dass die Verwendung von Butan unerwünschte Spuren von Verbindungen im Endextrakt hinterlassen kann. Daher müssen sich Produzenten in der Schweiz, die diese Methode verwenden, an strenge Sicherheits- und Rückstandskontrollstandards halten, gestützt auf die Verordnung über Lebensmittel und die Verordnung über Fremd- und Inhaltsstoffe.
Hexan
Hexan ist ein Erdöl-Lösungsmittel, das für seine Wirksamkeit bei der Extraktion von Ölen und lipophilen Verbindungen bekannt ist. Es wird in der Lebensmittelindustrie häufig zur Extraktion von Pflanzenölen verwendet, unterliegt jedoch auch strengen Regeln hinsichtlich des akzeptablen Restgehalts. Tatsächlich können Hexanrückstände die Qualität des Endprodukts beeinträchtigen und langfristige Toxizitätsprobleme verursachen. Es gehört daher zu den Nicht-GRAS-Lösungsmitteln und erfordert besondere Aufmerksamkeit, falls es jemals in der Hanfbranche verwendet wird, auch wenn dies in der Produktion von CBD-Hash in der Schweiz seltener vorkommt.
Isopropanol (Isopropylalkohol)
Isopropanol oder Isopropylalkohol wird manchmal als Extraktionslösungsmittel verwendet, obwohl es nicht als „Standard“-Lebensmittellösungsmittel gilt. Es ist bekannt für seine Anwendungen in der industriellen Reinigung und Desinfektion. Seine Verwendung in der Produktion von Cannabisderivaten wird für Produkte, die zum Verzehr oder Inhalation bestimmt sind, nicht besonders empfohlen. Jede Verwendung von Isopropanol muss perfekt beherrscht werden und den schweizerischen Vorschriften zu Lösungsmittelrückständen entsprechen.
Anwendbare Schweizer Gesetzgebung
In der Schweiz fällt die Verwendung von Lösungsmitteln zur Extraktion von Verbindungen aus Hanf mit niedrigem THC-Gehalt (d. h. weniger als 1,0 % THC) unter die Verordnung über Lebensmittel und die Verordnung über Fremd- und Inhaltsstoffe (OSEC). Obwohl diese Gesetzestexte nicht unbedingt alle zugelassenen oder verbotenen Lösungsmittel auflisten, legen sie maximale Rückstandsgrenzen (MRL) für verschiedene potenziell schädliche Substanzen fest. Bei Fehlen eines festgelegten Grenzwerts für ein bestimmtes Lösungsmittel müssen die Produzenten durch Laboranalysen nachweisen, dass das Endprodukt sicher für den Verzehr ist.
Darüber hinaus besteht der Verkauf von CBD-Hash in der Regel darin, ein Produkt anzubieten, das in die Kategorie der „Tabakersatzprodukte“ oder Nahrungsergänzungsmittel (je nach Form und Verwendung) fällt. Die Schweizer Behörden, insbesondere das BLV, können von den Produzenten verlangen, dass sie Laborberichte vorlegen, die nachweisen, dass die Restlösungsmittelgehalte dem Prinzip der Risikominimierung für die Gesundheit entsprechen.
In Bezug auf bewährte Praktiken heben viele Produzenten ihre Zertifizierungen (z. B. Bio oder GMP - Good Manufacturing Practice) hervor, um die Verbraucher von der Qualität und Sicherheit ihrer Produkte zu überzeugen. Auch wenn die Bio-Zertifizierung nicht speziell die Lösungsmittel abdeckt (da diese nicht unbedingt in der landwirtschaftlichen Produktion verwendet werden), unterstreicht sie dennoch ein gewisses Engagement für eine gesundheits- und umweltfreundliche Produktionsweise.
Warum ist die Wahl des Lösungsmittels für CBD-Hash wichtig?
Wenn man von CBD-Hash spricht, bezieht man sich auf ein Konzentrat aus Hanfharz, das reich an Cannabidiol (CBD) und Terpenen ist und einen THC-Gehalt von weniger als 1,0 % aufweist, wie es das Schweizer Gesetz vorschreibt. Der Extraktionsprozess ist entscheidend für die endgültige Qualität des Produkts:
- Cannabinoid-Profil: Einige Lösungsmittel extrahieren bestimmte Cannabinoide besser als andere.
- Terpengehalt: Lösungsmittel oder die Extraktionsmethode können die Terpene, wesentliche Elemente für das Aroma und den Entourage-Effekt des Produkts, abbauen oder verlieren.
- Rückstandsrisiko: Ein schlecht eliminiertes Lösungsmittel kann einen Nachgeschmack hinterlassen oder, schlimmer noch, schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit haben.
- Kosten und Umweltauswirkungen: Die Extraktion mit überkritischem CO2 erfordert beispielsweise eine höhere Anfangsinvestition als Ethanol, birgt jedoch wenig Risiken und praktisch keine chemischen Rückstände.
Vergleich zwischen GRAS- und Nicht-GRAS-Lösungsmitteln
Sicherheit der Anwendung
- GRAS-Lösungsmittel wie Ethanol bieten eine größere Sicherheitsmarge. Wenn sie in Lebensmittelqualität und gut gereinigt sind, wird das Risiko einer Resttoxizität als gering angesehen.
- Nicht-GRAS-Lösungsmittel (z. B. Butan, Hexan) erfordern eine strenge Kontrolle. Bei nicht professionellen Installationen können sie ein erhöhtes Risiko für den Betreiber oder den Verbraucher darstellen.
Extraktionseffizienz
- Einige Nicht-GRAS-Lösungsmittel (wie Butan) sind bekannt für ihre Extraktionskraft, insbesondere für Produkte, die reich an Terpenen sind. Ethanol kann jedoch auch die Mehrheit der Cannabinoide und aromatischen Verbindungen extrahieren, abhängig von den Temperatur- und Kontaktzeitprotokollen.
- Überkritisches CO2, das in die Kategorie „sicher“ fällt, kann sehr fein eingestellt werden, um bestimmte Verbindungen selektiv zu extrahieren, was ein unbestreitbarer Vorteil ist, um ein einzigartiges Profil an Cannabinoiden und Terpenen zu erhalten.
Einfluss auf die Qualität des CBD-Hash
- Die organoleptische Qualität (Geschmack, Geruch) erweist sich in der Regel als besser, wenn die Extraktionsmethode die Oxidation und den Verlust von Terpenen begrenzt. Ethanol bei kontrollierter Temperatur und überkritisches CO2 bei kontrolliertem Druck bieten ein gutes Gleichgewicht zwischen Extraktion und Erhaltung der Aromen.
- Bei Lösungsmitteln wie Butan ist eine sehr sorgfältige Reinigung erforderlich, um alle Rückstände zu entfernen. Eine unzureichende Reinigung kann einen unangenehmen Geschmack hinterlassen und Sicherheitsfragen aufwerfen.
Schritte zur guten Extraktionskontrolle
Für einen CBD-Hash-Produzenten, der auf Qualität und gesetzliche Konformität bedacht ist, wird dringend empfohlen, mehrere kritische Schritte einzuhalten:
- Auswahl des Lösungsmittels und der Ausrüstung: Überprüfen, ob das gewählte Lösungsmittel den geltenden Vorschriften entspricht. Wenn möglich, ein Lösungsmittel mit hohem Sicherheitsprofil wählen (Ethanol, CO2…).
- Kontrolle des Rohmaterials: Sicherstellen, dass der verwendete Hanf gemäß den Normen angebaut wird (THC-Gehalt, Abwesenheit verbotener Pestizide).
- Einhaltung der Extraktionsprotokolle: Sicherstellen eines sicheren Umfelds (belüfteter Raum, professionelle Laborausrüstung) und Überwachung der Temperatur, des Drucks und der Belichtungszeit während der Extraktionsphase.
- Beseitigung von Rückständen: Eine effektive Reinigung durchführen (Verdampfung von Ethanol, Entgasung von CO2, Vakuum für Butan).
- Endgültige Qualitätskontrolle: Das CBD-Hash von einem akkreditierten Labor analysieren lassen, um die Abwesenheit oder das minimale Vorhandensein von Lösungsmittelrückständen sowie die Konformität des THC-Gehalts zu überprüfen.
Zuverlässige Quellen und Laboranalysen
Laut den Empfehlungen des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) muss jedes Hanfderivat, das für den menschlichen Verzehr bestimmt ist, Gehalte unter den maximal zulässigen Werten für chemische Rückstände und Kontaminanten aufweisen. Akkreditierte Labore in der Schweiz sind in der Lage, geringe Mengen an Lösungsmittelrückständen zu erkennen (z. B. durch Gaschromatographie gekoppelt mit Massenspektrometrie).
Die Inanspruchnahme eines unabhängigen Labors ermöglicht es den Produzenten auch, Transparenz gegenüber den Verbrauchern zu gewährleisten. Die Laborberichte enthalten in der Regel:
- Den Gehalt an CBD, THC und anderen Cannabinoiden.
- Das Vorhandensein möglicher Pestizide oder Schwermetalle.
- Die Mengen an Lösungsmittelrückständen (Butan, Hexan, Ethanol, Isopropanol usw.) in ppm (Teile pro Million).
Diese Berichte werden oft von Händlern und Einzelhändlern angefordert, um sicherzustellen, dass das angebotene CBD-Hash den gesetzlichen Anforderungen und Sicherheitsstandards entspricht.
Praktische Tipps für den Kauf und Konsum
Für den Endverbraucher ermöglicht das Verständnis der Extraktionsmethoden eine fundiertere Entscheidung:
- Bevorzugen Sie getestete Produkte: Überprüfen Sie, ob der Produzent aktuelle Laboranalysen anbietet.
- Achten Sie auf die Extraktionsmethode: Ein mit Ethanol oder CO2 extrahiertes CBD-Hash ist oft ein Zeichen für mehr Transparenz und ein geringeres Risiko unerwünschter Rückstände.
- Informieren Sie sich über die Herkunft des Hanfs: Bevorzugen Sie renommierte Schweizer Produzenten, die die Gesetzgebung und hohe Qualitätsstandards einhalten.
- Achten Sie auf Labels: Auch wenn Bio- oder GMP-Labels nicht speziell die Extraktionsmethode betreffen, zeugen sie dennoch von einem allgemeinen Qualitätsanspruch.
Welche Risiken bestehen bei Lösungsmittelrückständen?
Wenn die Lösungsmittel nach der Extraktion nicht vollständig entfernt werden, kann eine wiederholte Exposition, selbst in kleinen Mengen, unerwünschte Auswirkungen haben. Beispielsweise kann das wiederholte oder ausgiebige Einatmen von Butan oder Kohlenwasserstofflösungsmitteln die Atemwege reizen und langfristig, bei hohen Konzentrationen, Leber- oder Nierenschäden verursachen. Aus diesem Grund legt die Schweizer Gesetzgebung großen Wert auf Qualitätskontrolle und regelmäßige Analysen.
Diese gesundheitlichen Sicherheitsanforderungen schützen die Verbraucher und ermutigen die CBD-Hash-Industrie, hohe Standards zu übernehmen. Produzenten, die den Empfehlungen des BLV und des BAG folgen möchten, führen in der Regel Analysen jeder Charge vor der Vermarktung durch, was das Vertrauen der Öffentlichkeit stärkt.
Innovationen und zukünftige Trends
Über Ethanol und CO2 hinaus gibt es zunehmend Forschungen zu „grünen“ Extraktionsmethoden, die potenziell schädliche Erdöllösungsmittel ersetzen könnten. Zu den Erkundungswegen gehören:
- Extraktion mit natürlichen Lösungsmitteln: Einige Forscher untersuchen die Verwendung von Pflanzenölen (Olive, Kokosnuss) zur Extraktion von Hanf, was jedoch oft besser für die Produktion von CBD-Ölen als für CBD-Hash geeignet ist.
- Ultraschallextraktion: Diese Technik, kombiniert mit einem sicheren Lösungsmittel (oft Wasser oder Ethanol), könnte eine bessere Extraktionseffizienz und eine Verkürzung der Kontaktzeit ermöglichen.
- Membrantechnologien: Spezifische Membranen könnten bestimmte Moleküle zurückhalten und gleichzeitig die Cannabinoide durchlassen. Dieser Ansatz befindet sich jedoch noch in der Forschungs- und Entwicklungsphase.
Diese Innovationen unterstreichen das Bestreben der Branche, den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren und die Sicherheit zu verbessern, während die Qualität des Endprodukts erhalten oder sogar optimiert wird.
Fazit
Die Wahl des Lösungsmittels für die Extraktion von CBD-Hash hat einen erheblichen Einfluss auf die Sicherheit des Verbrauchers, die Reinheit des Produkts und die Einhaltung der Schweizer Vorschriften. Die als GRAS eingestuften Lösungsmittel (Ethanol, überkritisches CO2) oder allgemein als sicher anerkannten (Wasser) bieten eine bessere Zuverlässigkeit und mehr Spielraum, um Rückstände zu begrenzen. Nicht-GRAS-Lösungsmittel wie Butan, Hexan oder Isopropanol erfordern eine strengere Kontrolle und bergen erhöhte Risiken, wenn die Extraktions- und Reinigungsprozesse nicht fachgerecht durchgeführt werden.
In der Schweiz müssen Produzenten, die ein konformes CBD-Hash vermarkten möchten, die Verordnung über Lebensmittel und die OSEC berücksichtigen und sich auf Laboranalysen stützen, um die Sicherheit ihrer Produkte zu gewährleisten. Dank dieses gesetzlichen Rahmens verfügt der Schweizer Verbraucher über einen soliden Schutz, es liegt jedoch auch an ihm, die Qualität und Herkunft dessen, was er kauft, zu überprüfen. Sich über die Extraktionsmethode zu informieren, Labordaten zu verlangen und seriöse und transparente Produzenten zu bevorzugen, sind Schritte, die es ermöglichen, ein gesundes, legales und schmackhaftes CBD-Hash zu genießen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass für eine sichere und normgerechte Extraktion empfohlen wird, GRAS-Lösungsmittel oder gleichwertige anerkannte Lösungsmittel mit geringer Toxizität zu bevorzugen, sich von qualifizierten Fachleuten umgeben zu lassen und die Transparenz durch gründliche Analysen zu betonen. So tragen Produzenten und Verbraucher gemeinsam zum Aufschwung einer qualitativ hochwertigen CBD-Hash-Branche in der Schweiz bei.