Ein Unternehmen zur Verarbeitung von Hanf beim SECO anmelden: Schritt-für-Schritt-Anleitung


Einführung

Die Gründung eines Unternehmens zur Verarbeitung von Hanf in der Schweiz erfordert ein spezifisches Verständnis der rechtlichen, administrativen und wirtschaftlichen Aspekte. Hanf ist in der Schweiz legal, solange der THC-Gehalt 1,0% nicht überschreitet, und seine Nutzung unterliegt verschiedenen gesetzlichen Bestimmungen. Ein entscheidender Punkt für den Betrieb dieser Art von Geschäft ist die korrekte Anmeldung des Unternehmens beim Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO). Dieser Schritt-für-Schritt-Leitfaden hilft Ihnen, die wesentlichen Anforderungen vor dem Start zu verstehen und die besten Praktiken zur Einhaltung der geltenden Vorschriften zu befolgen.

In diesem Artikel werden wir die rechtlichen Grundlagen im Zusammenhang mit Hanf in der Schweiz, die Bedeutung des SECO bei der Anmeldung und Überwachung wirtschaftlicher Aktivitäten sowie die praktischen Schritte zur Gründung eines Unternehmens zur Hanfverarbeitung und dessen korrekte Anmeldung durchgehen. Wir werden auch mögliche Kontrollen und Inspektionen ansprechen, die auftreten könnten. Alle präsentierten Informationen basieren auf glaubwürdigen Quellen, einschließlich des Bundesgesetzes über die Betäubungsmittel (BetmG, SR 812.121) (Quelle: Fedlex) sowie den vom SECO veröffentlichten Unternehmensgründungsrichtlinien (Quelle: seco.admin.ch).

Was ist Hanfverarbeitung?

Der Begriff „Verarbeitung“ umfasst eine breite Palette von Verfahren, die darauf abzielen, die Hanfpflanze zu extrahieren, zu modifizieren oder zu konditionieren. Im schweizerischen Kontext gilt Hanf mit einem THC-Gehalt von maximal 1,0% als legal (Quelle: Fedlex, BetmG, SR 812.121). Zu den Verarbeitungsaktivitäten können gehören:

  • Die Extraktion von Cannabinoiden (CBD, CBG usw.).
  • Die Herstellung von Konzentraten (Öle, Wachse usw.).
  • Das Trocknen und die Vorbereitung von Harzen oder Haschisch.
  • Die Herstellung von Derivaten wie Kosmetika oder Nahrungsergänzungsmitteln (gemäß den geltenden Vorschriften).

Wenn Sie in diesem Sektor legal tätig sein möchten, besteht der erste Schritt darin, Ihr Unternehmen korrekt zu registrieren. In der Schweiz ist die Anmeldung beim SECO eine obligatorische Formalität für die meisten juristischen Personen und kommerziellen Aktivitäten.

Die Bedeutung des SECO

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) ist die offizielle Stelle, die für die Definition und Umsetzung der Wirtschaftspolitik der Konföderation verantwortlich ist. Zu seinen Aufgaben gehört die statistische Überwachung wirtschaftlicher Aktivitäten und die Gewährleistung einer gleichen Regulierung für alle Akteure. Auf administrativer Ebene arbeitet das SECO insbesondere mit:

  • Den kantonalen Handelsregisterämtern.
  • Dem Bundesamt für Gesundheit (BAG), wenn es um regulierte Substanzen geht.
  • Der Eidgenössischen Zollverwaltung, im Falle von Import oder Export von Rohstoffen oder verarbeiteten Produkten.

Durch die Anmeldung Ihres Unternehmens zur Hanfverarbeitung beim SECO ermöglichen Sie der Verwaltung, Sie als legalen Akteur zu identifizieren, offizielle Dokumente zu Ihren steuerlichen und rechtlichen Verpflichtungen zu erhalten und den von der Konföderation auferlegten Best Practices zu entsprechen.

Die rechtlichen Grundlagen für den Anbau und die Verarbeitung von Hanf

Die gesetzliche Definition von Hanf

Gemäß dem Bundesgesetz über die Betäubungsmittel (BetmG, SR 812.121) wird jede Cannabissorte mit einem THC-Gehalt von über 1,0% als verbotenes Betäubungsmittel betrachtet (Quelle: Fedlex). Unterhalb dieser Schwelle wird die Pflanze als Industriehanf oder „legaler Hanf“ betrachtet. Verarbeiter müssen sicherstellen, dass die von ihnen verwendeten Sorten zertifiziert sind und diese Grenze von 1,0% einhalten. Andernfalls riskieren sie strafrechtliche Sanktionen.

Der rechtliche Rahmen in der Schweiz

Legalem Hanf unterliegt auch die Betäubungsmittelverordnung (BetmV, SR 812.121.11), die die Bedingungen definiert, unter denen er genutzt werden kann. Für Verarbeitungsaktivitäten sind folgende Punkte zu beachten:

  1. Kontrolle des THC-Gehalts: Regelmäßige Analysen in einem unabhängigen Labor bestätigen die Einhaltung der gesetzlichen Grenze.
  2. Einhaltung der Kennzeichnungsvorschriften für Derivate: Gesundheitsbezogene Angaben sind streng geregelt.
  3. Einhaltung der Zollvorschriften, insbesondere wenn Sie Hanfblüten oder Extrakte importieren oder exportieren.

Akkreditierte Labore sind befugt, Analysezertifikate auszustellen, die den Behörden im Falle einer Kontrolle vorgelegt werden können (Quelle: Vereinigung der Kantonalen Chemiker der Schweiz).

Die Verordnungen des Bundesrates

Zusätzlich zu den genannten Gesetzen und Verordnungen können ergänzende Richtlinien vom Bundesrat erlassen werden. Diese können die Taxonomie der Pflanzen, die maximale THC-Konzentration, die Einfuhrbedingungen usw. betreffen. Es wird daher empfohlen, regelmäßig die Updates auf Fedlex oder auf der SECO-Website zu konsultieren, um informiert zu bleiben.

Vorbereitende Schritte vor der Anmeldung

Bevor Sie die offizielle Anmeldung Ihres Unternehmens beim SECO vornehmen, sind einige vorbereitende Schritte unerlässlich.

Die Wahl der Rechtsform

Die erste Entscheidung betrifft die rechtliche Struktur Ihres Unternehmens. Mehrere Formen sind möglich:

  • Einzelunternehmen: einfach zu gründen, aber die Haftung des Eigentümers ist unbegrenzt.
  • Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH): bietet eine Haftungsbeschränkung auf das investierte Kapital.
  • Aktiengesellschaft (AG): geeignet für Projekte, die ein größeres Kapital erfordern und eine Haftungsbeschränkung für die Aktionäre bieten.
  • Genossenschaft: wenn Ihr Projekt mehrere Produzenten oder Verarbeiter umfasst, die sich zusammenschließen möchten.

Jede Rechtsform hat ihre eigenen Vor- und Nachteile in Bezug auf Steuern, Haftung und Governance. Für offizielle Informationen können Sie die Website startbiz.ch konsultieren, die von der Konföderation betrieben wird und ein Hilfsmittel zur Unternehmensgründung bietet.

Die erforderlichen Genehmigungen einholen

Auf kantonaler und kommunaler Ebene benötigen Sie möglicherweise Genehmigungen für den Anbau oder die Verarbeitung von Hanf. Je nach Standort Ihres Betriebs wenden Sie sich an:

  • Den kantonalen Landwirtschaftsdienst.
  • Die zuständigen kommunalen Behörden in Fragen des Baus, der Lärm- oder Geruchsbelästigung.
  • Das Bundesamt für Gesundheit (BAG), wenn Ihr Projekt die Verarbeitung von Produkten umfasst, die als Betäubungsmittel eingestuft sind (wenn Sie den gesetzlichen THC-Gehalt überschreiten, zum Beispiel).

Im speziellen Fall von CBD-Hanf (≤ 1,0% THC) müssen Sie nachweisen, dass die verwendeten Sorten legal sind, indem Sie beispielsweise Saatzertifikate aufbewahren oder ein Labor beauftragen, Ihre Ernten regelmäßig zu analysieren.

Das Unternehmen beim SECO anmelden: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Sobald Sie die Rechtsform festgelegt und die erforderlichen Genehmigungen eingeholt haben, folgt das Anmeldeverfahren. Dieses besteht darin, die Wirtschaftsbehörden und die Konföderation über die Gründung und den Betrieb einer Hanfverarbeitungsaktivität zu informieren.

Schritt 1: Die erforderlichen Dokumente sammeln

Für die Anmeldung Ihres Unternehmens benötigen Sie mindestens:

  • Eine Kopie Ihrer Statuten, wenn Sie eine GmbH oder AG gegründet haben.
  • Einen Auszug aus dem Handelsregister, falls Sie dort bereits eingetragen sind.
  • Nachweise, dass Sie die erforderlichen Genehmigungen erhalten haben (auf kantonaler oder kommunaler Ebene).
  • Den Nachweis der Einhaltung des THC-Gehalts Ihrer Rohstoffe (Laboranalyse).
  • Alle zusätzlichen Dokumente, die vom Kanton, in dem Sie tätig sind, verlangt werden.

Diese Belege werden benötigt, um das administrative Dossier zu vervollständigen. Achten Sie darauf, aktuelle und konforme Kopien zu haben (zum Beispiel ein Handelsregisterauszug, der nicht älter als drei Monate ist).

Schritt 2: Das Anmeldeformular ausfüllen

Das SECO bietet in Zusammenarbeit mit den kantonalen Verwaltungen ein Anmeldeformular für Unternehmen an. Es kann sich um ein digitales Dokument handeln, das über startbiz.ch verfügbar ist, oder um ein PDF, das auf seco.admin.ch heruntergeladen werden kann. Sie müssen folgende Angaben machen:

  1. Die rechtliche Adresse des Unternehmens: Sitz, Telefonnummer, E-Mail-Adresse.
  2. Die Art der Aktivitäten: Geben Sie an, dass Sie Hanf verarbeiten, und spezifizieren Sie die genaue Art Ihrer Operationen (Extraktion, Herstellung von Derivaten usw.).
  3. Die Rechtsform: Einzelunternehmen, GmbH, AG usw.
  4. Die Anzahl der Mitarbeiter: wichtig für Versicherungs- und Statistikzwecke.
  5. Die verantwortlichen Personen: Informationen über Geschäftsführer, Verwaltungsräte usw.

Sobald das Formular ausgefüllt ist, muss es von einem der gesetzlichen Vertreter des Unternehmens unterschrieben (oder elektronisch validiert) werden.

Schritt 3: Interaktion mit den Zollbehörden

Wenn Ihre Hanfverarbeitungsaktivität den Import von Rohstoffen (Blüten, Harze usw.) oder den Export von verarbeiteten Produkten umfasst, müssen Sie Ihr Unternehmen auch bei der Eidgenössischen Zollverwaltung anmelden. Dieser Schritt erfolgt in der Regel durch die Eröffnung eines „Import/Export“-Kontos über das Zollidentifikationssystem (e-dec). Sie müssen folgende Bedingungen erfüllen:

  • Vorlage der Analysezertifikate, die den legalen THC-Gehalt bestätigen.
  • Erklärung des Endziels der Produkte (Schweizer Markt, Europäische Union usw.).
  • Kontaktaufnahme mit dem zuständigen Zolldienst, wenn Sie spezifische Fragen zu den auf Ihre verarbeiteten Produkte anwendbaren Tarifcodes haben.

Schritt 4: Kommunikation der Aktivität und Aktualisierung der Informationen

Die anfängliche Anmeldung beim SECO ist kein Selbstzweck. Sie müssen auch:

  • Die Daten zu Ihrer Aktivität (Adresse, Rechtsform, Tätigkeitsbereich) in den offiziellen Datenbanken auf dem neuesten Stand halten.
  • Das SECO über wesentliche Änderungen informieren (Sitzverlegung, Fusion, Geschäftsaufgabe).
  • Jährlich Ihre Mitarbeiterzahlen melden, insbesondere für die Verwaltung der Sozialversicherungen (AHV, IV, EO) und die Erstellung von Wirtschaftsdaten.

Die Einhaltung dieser Verpflichtungen gewährleistet die Transparenz Ihres Unternehmens und erspart Ihnen spätere Komplikationen (unangekündigte Kontrollen, Verwaltungssanktionen usw.).

Mögliche Kontrollen und Inspektionen

Unternehmen zur Hanfverarbeitung unterliegen manchmal spezifischen Kontrollen. Hier sind einige der Gründe für Besuche durch die Behörden:

  1. Überprüfung des THC-Gehalts: häufig durchgeführt von kantonalen Chemikern oder akkreditierten Laboren, um zu bestätigen, dass Ihre Produkte nicht mehr als 1,0% THC enthalten.
  2. Kontrolle der Lager- und Hygienebedingungen: je nach Art Ihrer Produktion kann das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) eingreifen, wenn Sie Lebensmittel auf Hanfbasis herstellen.
  3. Einhaltung der gesetzlichen Kennzeichnungsvorschriften: jede gesundheitsbezogene oder wirksamkeitsbezogene Angabe muss den vom BAG festgelegten Standards entsprechen, wenn es sich um Produkte handelt, die möglicherweise zu therapeutischen Zwecken verwendet werden.
  4. Verwaltungsprüfung: die Inspektoren können Ihre Eintragung im Handelsregister, die Konformität Ihrer Anmeldung beim SECO, Ihre Mehrwertsteuererklärungen (falls zutreffend) und Ihre allgemeine Buchhaltung überprüfen.

Wenn Sie mit akkreditierten Laboren zusammenarbeiten und die Sicherheits- und Hygieneregeln genau befolgen, reduzieren Sie das Risiko erheblich, dass Ihre Werkstatt geschlossen oder Ihre Produkte vom Markt genommen werden.

Gute Management- und Compliance-Praktiken

Um Ihre Aktivität langfristig zu sichern und Risiken zu minimieren, wird empfohlen, gute Management- und Compliance-Praktiken umzusetzen:

  1. Führung von Aufzeichnungen: Führen Sie ein Produktionsjournal, in dem Sie die Herkunft der Hanfchargen, ihr Volumen, das Eingangsdatum und die Analyseergebnisse (THC, CBD, mögliche Verunreinigungen) notieren.
  2. Transparente Dokumentation: Wenn Sie CBD extrahieren oder Haschisch oder andere Konzentrate herstellen, beschreiben Sie Ihre Extraktionsmethoden (superkritisches CO₂, Kaltpressung usw.). Die Behörden schätzen die Rückverfolgbarkeit.
  3. Regelmäßige interne Kontrollen: Führen Sie selbst stichprobenartige Analysen durch oder senden Sie Proben an ein Labor, auch wenn das Gesetz dies nicht regelmäßig vorschreibt. Dies ist eine Qualitätsgarantie für Ihre Kunden und ein Zeichen von Seriosität.
  4. Schulung des Personals: Stellen Sie sicher, dass Ihre Mitarbeiter die geltenden Regeln für Hanf kennen und wissen, wie sie im Falle einer Kontrolle reagieren sollen. Sie sollten insbesondere in der Lage sein, den THC-Gehalt des Rohmaterials und den Endverwendungszweck des verarbeiteten Produkts zu erklären.

Tipps für eine nachhaltige Entwicklung in der Hanfbranche

Neben der Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen kann der Aufbau eines nachhaltigen Geschäftsmodells in der Hanfbranche Ihnen zusätzliche Glaubwürdigkeit und einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Hier einige Ansätze:

  • Bevorzugung lokaler Sorten: Wenn möglich, arbeiten Sie mit Schweizer Landwirten zusammen, die zertifizierte, an das helvetische Klima angepasste und THC-arme Sorten anbauen.
  • Optimierung der Ressourcennutzung: Hanf ist eine umweltfreundliche Pflanze, die große Mengen CO₂ aufnehmen kann. Implementieren Sie Systeme zur Wiederverwendung von Wasser und Nährstoffen für den Anbau.
  • Einhaltung der Umweltstandards: Vermeiden Sie den massiven Einsatz von chemischen Düngemitteln und Pestiziden. Einige Schweizer Bio-Zertifizierungen können Ihnen helfen, Ihre Produktion aufzuwerten.
  • Förderung der Transparenz: Informieren Sie Ihre Kunden über die Anbau-, Verarbeitungs- und Qualitätskontrollmethoden. Ein „Swiss Made“- oder „Bio Suisse“-Label kann das Vertrauen in Ihre Marke stärken.

Dieser Ansatz ermöglicht es Ihnen nicht nur, zur Erhaltung der Umwelt beizutragen, sondern auch auf die steigende Nachfrage nach hochwertigen und nachhaltigen Hanfprodukten zu reagieren.

Steuerliche und versicherungstechnische Implikationen

Wie jedes Schweizer Unternehmen unterliegt eine Struktur zur Hanfverarbeitung verschiedenen steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Verpflichtungen:

  1. Mehrwertsteuer (MwSt): Wenn Ihr Jahresumsatz 100.000 CHF übersteigt, müssen Sie sich für die MwSt registrieren und die entsprechende Steuer Ihren Kunden in Rechnung stellen.
  2. Sozialversicherungen: Sie müssen Ihre Mitarbeiter bei der AHV (Alters- und Hinterlassenenversicherung), der IV (Invalidenversicherung) und der BVG (berufliche Vorsorge) sowie bei der Unfallversicherung anmelden. Das Gesetz verpflichtet Sie, die entsprechenden Beiträge zu zahlen.
  3. Weitere mögliche Steuern: Wenn Sie ätherische Öle oder Extrakte herstellen, die als Lebensmittel gelten, können manchmal spezifische Steuern anfallen (zum Beispiel die Lenkungsabgabe auf flüchtige organische Verbindungen, in einigen Fällen).

Überprüfen Sie regelmäßig die gesetzlichen Bestimmungen auf admin.ch und konsultieren Sie bei Bedarf einen Treuhänder, um die Besteuerung Ihres Unternehmens unter Einhaltung der geltenden Gesetze zu optimieren.

Risiken und Sanktionen bei Nichteinhaltung

Jede Tätigkeit im Zusammenhang mit der Verarbeitung von Hanf wird streng überwacht, angesichts des Risikos des Vorhandenseins von Betäubungsmitteln. Bei Verstößen, insbesondere wenn eine Kontrolle einen THC-Gehalt von über 1,0% aufdeckt, können die Sanktionen Folgendes umfassen:

  • Beschlagnahme und Zerstörung der Waren.
  • Verwaltungsstrafen.
  • Strafrechtliche Verfolgung wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz, wenn der THC-Gehalt die gesetzliche Grenze überschreitet.
  • Vorübergehendes oder dauerhaftes Tätigkeitsverbot, wenn das Unternehmen betrügerisch gehandelt hat oder sich Kontrollen entzogen hat.

Darüber hinaus riskieren Sie bei Nichtanmeldung Ihres Unternehmens beim SECO oder bei Unterlassung der Aktualisierung Ihrer Informationen Verwaltungssanktionen, finanzielle Strafen oder sogar die vorübergehende Einstellung Ihrer Aktivitäten.

Zukunftsperspektiven für den Hanfsektor

Die Schweiz erkundet derzeit neue Möglichkeiten im Bereich der Hanfbranche. Diskussionen über eine mögliche Weiterentwicklung der Regulierung, insbesondere für Produkte zu medizinischen oder kontrollierten Freizeitnutzungen, finden in einigen parlamentarischen Kommissionen statt (Quelle: Das Schweizer Parlament). Obwohl die gesetzgeberischen Fristen lang sein können, wird Unternehmern geraten, informiert zu bleiben, da zukünftige Änderungen Folgendes beeinflussen könnten:

  • Die erlaubten THC-Grenzen.
  • Die Genehmigungsverfahren für neue Produkte, die CBD enthalten.
  • Das Zollregime für den internationalen Handel mit Hanfderivaten.

Indem Sie die Gesetzesentwicklung antizipieren und eine proaktive Strategie verfolgen, maximieren Sie Ihre Chancen auf langfristige Entwicklung in einem wachsenden Markt.

Fazit

Die Eröffnung und Anmeldung eines Unternehmens zur Verarbeitung von Hanf in der Schweiz ist ein spannendes Projekt, das jedoch Genauigkeit und die Einhaltung rechtlicher Rahmenbedingungen erfordert. Legalem Hanf (≤ 1,0% THC) wird nicht als Betäubungsmittel im Sinne des Bundesgesetzes über die Betäubungsmittel (BetmG, SR 812.121) betrachtet, aber seine Nutzung wird streng überwacht, um Missbrauch oder Verwechslungen mit verbotenem Cannabis zu vermeiden.

Durch das Befolgen der in diesem Leitfaden vorgestellten Schritte können Sie:

  1. Die geeignete Rechtsform für Ihre Struktur definieren.
  2. Die erforderlichen Genehmigungen bei den kantonalen und kommunalen Behörden einholen.
  3. Das Anmeldeformular beim SECO und gegebenenfalls bei der Eidgenössischen Zollverwaltung ausfüllen.
  4. Die von der Konföderation auferlegten Kontrollen, Inspektionen und Kennzeichnungsvorschriften einhalten.

Die Einhaltung dieser Anforderungen stellt nicht nur die Legalität und Nachhaltigkeit Ihres Unternehmens sicher, sondern ist auch ein Vertrauensbeweis für Ihre Kunden und Partner. Der Markt für legalen Hanf erlebt in der Schweiz und international einen echten Aufschwung. Sich in diesem Bereich mit Transparenz, Rückverfolgbarkeit und Regelkonformität zu engagieren, ermöglicht es Ihnen, Ihre Aktivität nachhaltig zu entwickeln und an der Expansion eines Sektors mit vielfältigen Perspektiven teilzunehmen.

Ob Ihr Ziel die Herstellung von CBD-Extrakten, der Verkauf von Harzen oder die Einführung von Innovationen im Bereich der Kosmetik ist, es ist unerlässlich, Ihre Verpflichtungen gegenüber dem SECO und anderen zuständigen Stellen zu kennen. Indem Sie über gesetzliche Entwicklungen informiert bleiben und eine Qualitätsstrategie verfolgen, können Sie in einem wettbewerbsintensiven Umfeld erfolgreich sein und einen positiven Beitrag zur Hanfbranche in der Schweiz leisten.